Das Internet der Dinge (IoT) eröffnet eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sowie eine neue Intimität bei der Art und Weise, wie sich Menschen den Dingen um sie herum verbunden fühlen. Da die Anzahl möglicher IP-Adressen mit den neu entwickelten Verschlüsselungssystemen steigt, sagen Experten voraus, dass die vergrösserte Kapazität der IP-Version 6 (IPv6) es möglich macht, dass das IoT bis 2020 um die 26 Milliarden Geräte umfassen kann. Geschätzt wird, dass das Internet der Dinge über die nächsten 15 Jahre mehrere Billionen Dollar in die Wirtschaft bringen könnte. Wenn wir uns also ein realistisches Internet der Dinge vorstellen, sollten wir uns auf die lokale Steuerung der „intelligenten“ Dinge um uns herum konzentrieren, die sich innerhalb unserer privaten Gateways verbinden. Diese Art von IoT ist bereits verfügbar und kann von enormer Bedeutung für die Serviceindustrie sein.

In der näheren Zukunft werden wir eine Vielzahl neuer internetbasierter Zahlungssysteme kennenlernen, die mithilfe von intelligenten Geräten in einer bargeldlosen Gesellschaft funktionieren. In den Serviceindustrien sind Zahlungssysteme bereits implementiert. Services, die auf Big Data basieren, verwenden die von den verbunden Objekten generierten Daten, um ihre Produkte zu verbessern. Mithilfe der erfassten Daten können Serviceanbieter ihre Produkte spezifischer auf Zielgruppen ausrichten. Da die Entwicklung intelligenter Geräte immer weiter voranschreitet, müssen wir unsere Tools und Geräte miteinander und mit uns selbst über globale und lokale digitale Netzwerke verbinden. Geräte werden dann dazu in der Lage sein, basierend auf Informationen, die sie von anderen Geräten erhalten, selbst Entscheidungen zu treffen.

Nachfolgend finden Sie noch weitere Informationen, wie das IoT Eingang in die Serviceindustrie finden kann. 

Benutzerfreundlichkeit

Die Kundenerfahrung und der Kundenservice sind heutzutage Dreh- und Angelpunkt der Field Service Unternehmen. Wie oft kam es schon vor, dass ein Techniker vor Ihrer Tür stand oder an Ihrem Arbeitsplatz auftauchte und behauptete, er wäre von Firma XY, dies allerdings in keiner Form nachweisen konnte? Ein Unternehmen hat jedoch eine Möglichkeit gefunden, wie IoT hierbei behilflich sein kann. Connecticut Water schickt dem Kunden vor dem Termin eine E-Mail mit Namen und Foto des Technikers. So kann sich der Kunde sicher sein, dass der Servicetechniker tatsächlich für dieses Unternehmen arbeitet. Die Techniker müssen nicht mehr nachweisen, wer sie sind und für wen sie arbeiten, wenn sie vor Ort sind, und können direkt mit der Arbeit beginnen.

Vorausschauende Wartung

IoT lässt sich sehr gut mit vorausschauender Wartung kombinieren. Falls Ihre Anlagen mit IoT-Sensoren versehen sind, können diese Ihre Field Service Techniker darüber informieren, wenn ein Teil der Ausrüstung kurz vor einem Ausfall steht. Sobald diese Warnung eingeht, kann ein Servicecall angefordert, ein Ersatzteil bestellt und der Termin vereinbart werden. Und dank IoT kann jeder dieser Schritte automatisiert werden.

Verwaltung der Einsatzzeiten für Mitarbeiter  

Obwohl mobile Service Apps und IoT das Leben vieler Aussendiensttechniker erleichtert und sie produktiver arbeiten können, ziehen die Techniker es gelegentlich vor, nicht dem automatisch geplanten Servicezeitplan zu folgen, der für sie erstellt wurde. In einigen Fällen denken sie vielleicht, sie kennen die Stadt besser als das automatisierte System. Florida Power and Light verwendete IoT, um dieses Problem zu lösen. Sie setzen den Technikern den Zeitplan in kleinen Portionen vor, damit sie dem automatischen Zeitplan über den Tag verteilt folgen müssen, da dieser den effizientesten Weg von Einsatz zu Einsatz vorgibt.

Überprüfungen aus der Ferne

Da IoT Selbstdiagnosen und der Einbau von Sensoren automatische Berichte an die Techniker versendet, muss längst nicht mehr bei jedem Problem ein Mitarbeiter zugewiesen werden, der die Anlage manuell überprüft. Servicetechniker können sich einloggen und aus der Ferne überprüfen, ob eine Maschine Probleme aufweist.

Jasper Technologies, ein Unternehmen, das andere Unternehmen dabei unterstützt, die Verbindung zu ihren Anlagen aufrechtzuerhalten, nennt das Beispiel einer Ölpipeline, die die IoT Foundation von IBM nutzt, um mithilfe von Sensoren Daten zu versenden. Anhand dieser Daten kann dann ausgewertet werden, ob eine Maschine fehlerhaft ist oder nicht. Möglicherweise ist der Sensor so programmiert, dass er einmal pro Woche einen Bericht versenden soll, und plötzlich aber täglich einen Bericht verschickt. Da IoT für diese Anlagen installiert wurde, werden die Aussendiensttechniker darüber informiert, dass ein Problem besteht, und können die Maschine aus der Ferne neu starten.

Intelligentere Lagerbestandsverwaltung

Wenn Sie in automatisierte Parkhäuser von Einkaufszentren fahren, sehen Sie an der Einfahrt ein Schild mit den noch verfügbaren Parkplätzen auf den jeweiligen Ebenen. Über jedem Parkplatz in dem Parkhaus befindet sich ein Sensor, der rot oder grün leuchtet – rot für besetzt, grün für frei –, und die Zahl wird vom System automatisch aktualisiert, wenn ein Auto parkt oder den Parkplatz verlässt.

Übertragen Sie dieses Beispiel nun auf Ihr Lager. IoT ermöglicht Ihnen eine ganz ähnliche Funktionsweise. Wenn Teile in Ihrem Lager mit IoT-Sensoren verbunden sind, können Sie genau feststellen, wie viele Teile auf Lager sind, und Sie werden benachrichtigt, wenn Teile nachbestellt werden müssen. So halten Sie Ihren Bestand immer auf dem erforderlichen Level und die Dispatcher wissen auch stets, wann sie einen Einsatz planen können, um eine bessere Lösungsquote beim ersten Einsatz zu erzielen, da die Techniker verfügbare Teile direkt mitnehmen können, anstatt sie zu einem Termin zu schicken, ohne dass das erforderliche Teil auf Lager ist.

 

Topics: Field Service

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