Der Aussendienst war schon immer einen Schritt voraus, wenn es um den Einsatz neuer Technologien geht, um Arbeitsschritte zu vereinfachen. Während Verbraucher Wearables, also Geräte, die am Körper getragen werden, auf Elektro-Messen testen, setzen Aussendiensttechniker diese bereits ein. Hier stellen wir die neueste Technologie vor, die die Zukunft des Aussendiensts verändern wird, lange bevor sie bei uns Zuhause zu einem Standard wird.

Augmented Reality und Wearables

Erinnern Sie sich noch, wie Tom Cruise in Steven Spielbergs „Minority Report“ auf Bildschirmen arbeitete, die sich direkt vor seinen Augen befanden? Augmented Reality, eine erweiterte Wahrnehmung der Realität, erschien 2002 noch ziemlich futuristisch, aber das ist sie längst nicht mehr. Auch nachdem Google Glass wieder vom Markt genommen wurde, wird diese schnell wachsende Technologie weiterhin im industriellen Bereich eingesetzt. Unter Augmented Reality kann man sich die Verschmelzung der physischen und der digitalen Welt vorstellen. Wenn unsere Realität um digitale Elemente erweitert und durch zusätzliche Informationen „verbessert“ wird, sprechen wir von Augmented Reality.

Für einen Techniker im Aussendienst bedeutet dies, dass er durch die Anlage geleitet wird, um sicher bei der zu reparierenden Maschine anzukommen. Es kann auch bedeuten, dass Mitarbeiter im Aussendienst Wartungsarbeiten durchführen können, ohne ihre Hände benutzen zu müssen, und dennoch Zugriff auf alle Unternehmensdaten, Checklisten oder die Historie einer Maschine haben. Mit Wearables wie Smart Watches oder Smart Glasses können Videos aufgezeichnet werden, die den Zustand einer Turbine dokumentieren, und an einen zweiten Servicetechniker weitergeleitet werden. So kann viel schneller eine Diagnose erfolgen, was wiederum viel Geld einspart.

Virtuelle Realität und Avatare

Erst vor kurzem haben LG und Google ihr eigenes Virtual-Reality-Headset auf den Markt gebracht. Das Headset basiert auf Google Cardboard und ist im Lieferumfang des neuen G3 Smartphone enthalten. Gemeinsam mit dem Bildschirm des G3 dient das Headset der Nutzung von VR-Apps oder VR-Spielen. Mit der Entwicklung von Oculus Rift hat die virtuelle Realität E-Learning bereits revolutioniert, obwohl es für die breite Masse noch nicht verfügbar ist. VR-Headsets werden allerdings früher oder später im Aussendienst eingesetzt werden, vor allem für die Schulungen der Techniker. Erfahrenere Techniker können ihre Einsätze vor Ort aufzeichnen und diese Videos können anschliessend bei der Ausbildung von neuem Personal verwendet werden. Vorteil dabei ist, dass die erfahreneren Servicetechniker weiterhin im Aussendienst arbeiten können und bei den Schulungen nicht anwesend sein müssen. Oder stellen Sie sich vor, ein Einsatz führt die Techniker an einen Ort mit hoher Radioaktivität. Der Einsatz könnte vorher in einer Simulation mit einem Avatar geübt werden, damit das Bestrahlungsrisiko für Mitarbeiter gering gehalten werden kann.

Sprechende Maschinen

Stellen Sie sich vor, Ihr Rasenmäher ist kaputt und Sie müssen das Monster zur Reparatur bringen. Es hängt natürlich von der Grösse des Rasenmähers ab, aber es ist doch nervig, das Ding ins Auto zu packen, zum Kundendienst zu bringen und wochenlang auf die Reparatur zu warten. Meistens stellen Sie fest, dass der Rasenmäher nicht funktioniert, wenn Sie ihn benutzen möchten.

Das könnte bald schon der Vergangenheit angehören. Da immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden sind, werden sie in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren. Die Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) wird in den Aussendienst integriert werden, d. h. Ihr Rasenmäher wird automatisch ein Signal an den Kundendienst übermitteln, wenn eine Störung vorliegt. Die vorausschauende Wartung ermöglicht die Überwachung des Zustands einer Maschine, damit erforderliche Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Diese Technologie ist besonders leistungsstark, wenn ein exzellenter Kundenservice abgeliefert werden soll, da Sie über Störungen bereits informiert sind, bevor Ihr Kunde merkt, dass etwas nicht stimmt.  

Ersatzteile müssen nicht transportiert werden. Sie können einfach ausgedruckt werden.

In letzter Zeit wurde überall von 3D-Druck gesprochen. Ob nun wegen des amerikanischen Schokoladenfabrikanten Hershley, der die erste 3D-Schokolade produzierte, oder wegen Cirque du Soleil, die ihre unglaublichen Kostüme ausdruckten. Gartner sagt vorher, dass in den nächsten Jahren mehr als doppelt so viele 3D-Drucker ausgeliefert werden wie bisher. Bis 2018 sollen es 2,3 Milliarden werden. Würden 3D-Drucker im Aussendienst eingesetzt, könnten die Mitarbeiter Ersatzteile direkt vor Ort ausdrucken. Während der Lagerbestand über Field Service Programme oder Software bereits eingesehen werden kann und Teile bei einem Kollegen in der Nähe bestellt werden können, wird der 3D-Druck von Ersatzteilen die Verwaltung des Lagerbestands weiter revolutionieren. Man spart Zeit und Ihre Kunden sind zufrieden, da alles umgehend erledigt wird.

Big Data

Big Data ist ein weiteres Stichwort, das häufig diskutiert wird. Und wir beginnen gerade erst zu begreifen, welches Potenzial Big Data für Unternehmen hat. Allein Facebook verfügt über mehr als 30 Petabytes benutzergenerierter Daten. Und dank sozialer Medien und dem Internet der Dinge werden branchenübergreifend immer mehr Daten produziert. Der Aussendienst hinkt noch ein wenig hinterher, da viele Unternehmen noch immer keine Field Service Automatisierung nutzen. Field Service Software ist die Grundvoraussetzung für die Erfassung wertvoller Daten, die Unternehmen einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschaffen. Was wäre, wenn Sie analysieren könnten, wie lange ein Einsatz durchschnittlich dauert, oder die häufigsten Ursachen für eine Maschinenstörung vorhersagen könnten? Sie könnten Ihre Abläufe optimieren, Ihre Produkte verbessern und Geld sparen.

 

Topics: Field Service

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