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Ecosysteme bündeln das Beste aller Welten

Ecosysteme bündeln das Beste aller Welten

Crowd Service Blog Teil 6

Technologien, die sich rasant weiterentwickeln, finden zunehmend Eingang in herkömmliche Geschäftsprozesse. Traditionellen und seit langem etablierten Unternehmen fällt es dabei oft schwer, sich an diesen Trend anzupassen. Wenn alte Prozesse immer noch fest verankert sind, geht es beim Übergang zu digitalen Systemen um weitaus mehr als nur um die Einführung einer neuen Technologie. Erforderlich ist das wertvolle Wissen und das intellektuelle Potenzial, um aus der Digitalisierung den maximalen Vorteil ziehen zu können. Ecosysteme bieten hierfür eine Lösung.
Statt das Rad jedes Mal neu zu erfinden, können Firmen, die ins Ecosystem integriert sind, auf das frei verfügbare Wissen von Fachpartnern und sogar Mitbewerbern zugreifen. Obwohl das nach herkömmlichem Geschäftsverständnis riskant ist, profitieren alle Beteiligten davon.

Und zwar so:

  • Neue Perspektiven kennenlernen: Manchmal schaut man am besten über den Tellerrand, indem man Dinge mit anderen Augen, Ideen, Ansätzen und anderem Wissen betrachtet. Ein Ecosystem erwacht mit der Inspiration hunderter innovativer Geister zum Leben, die alle auf das bestmögliche Ergebnis hinarbeiten. Diese dynamischen Erkenntnisse nicht anzuzapfen, wäre bei Weitem der riskantere Weg.
  • Wissen teilen und voneinander lernen: Dies ist der Aspekt, über den sich grosse, erfolgreiche Unternehmen am meisten Gedanken machen. Sie zögern, das Fachwissen, das sie in Jahren, Jahrzehnten und manchmal sogar einem ganzen Jahrhundert angesammelt haben, so einfach anderen preiszugeben. Trotzdem müssen solche Firmen erkennen, dass kleinere Unternehmen mit weniger schwerfälligen Geschäftsstrukturen bei digitalen Innovationen viel schneller agieren. Das Teilen von Wissen hingegen wird beiden Beteiligten immer mehr Gewinn bescheren. 1 + 1 macht also im Ergebnis tatsächlich 3! 
  • Gemeinsame Herausforderung: Das Teilen von Wissen mit kleineren Firmen und sogar mit direkten Mitbewerbern gibt jedem eine Chance, einmal die Führung zu übernehmen. Ein Partner verfügt möglicherweise über das fehlende Puzzleteil, um endlich ein altes Problem mit einem Produkt zu lösen. Eine andere Firma hat vielleicht eine grossartige Idee, die Ihre Produktentwickler mit ihrer Expertise optimieren können. Eine derartige Zusammenarbeit zeitigt dann sogar noch weitere Innovationen. Die Field Service Management Software von Coresystems setzt beispielsweise auf die Iot cloud-basierte Plattform MindSphere. Siemens hätte aus MindSphere ein geschlossenes Betriebssystem machen können, entschied sich aber dafür, es als Open-Source-Lösung verfügbar zu machen. Damit hat das Unternehmen andere Innovatoren zur Entwicklung neuer Produkte und Services angeregt. 
  • Nachhaltigkeit: Ecosysteme entwickeln und erweitern sich laufend. Sie passen sich an die Zeiten sowie an die Bedürfnisse von Unternehmen und Kunden an. Teil eines Ecosystems zu sein, ähnelt einem Expansionsprozess. Es ist eine Methode, zu jeder Zeit den Zugang zu den besten Werkzeugen, Services, Mitarbeitern und kreativen Köpfen zu gewährleisten - ganz ähnlich einer Versicherung für langfristigen Erfolg!


Es sind letztlich die End-Anwender, die am meisten profitieren. Ein ganzheitlicher Ansatz mit Business-Ecosystemen garantiert ein umfassendes Produkt- und Service-Angebot. Das bedeutet Kundenbedürfnisse lassen sich schnell und effizient erfüllen. 

Was macht Crowd-Service zu einem Ecosystem?

Beim Aufbau von Ecosystemen geht es um das Bündeln von Kräften zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels. Dabei kann es sich um alles handeln - von einem verbesserten Produkt und optimierten Diensten bis hin zu Expertise oder kosteneffiziente Lösungen. Das alles sind Crowd Services - und noch viel mehr!

Echtzeit-Service: Mit Maschinensensoren, die dank IoT regelmässig Updates an verbundene Geräte schicken, wird die vorausschauende Wartung ein ganz gebräuchlicher Prozess. Für diese Technologie sind Echtzeit-Dienste wichtiger denn je. Kunden erwarten nicht mehr, dass ein Problem nach dem Auftreten gelöst wird. Sie wollen heute eine Lösung, bevor das Problem überhaupt auftritt. Kunden beurteilen den Service anhand der Maschinen-Performance. Der Schlüssel ist die Vermeidung von Stillstandszeiten. Realisieren lässt sich dies mit einer Crowd aus verfügbaren Spezialisten und qualifizierten Servicetechnikern.
Crowd-Service ist schnellerer Service: Durch den Zugang zu einer Crowd aus Experten hat man für Service-Ortstermine immer die passenden Leute parat. Kunden, die schnelle und effiziente Reparaturen erwarten, können sich auf ein Ecosystem aus qualifizierten und geschulten Fachleuten verlassen. Mit der richtigen Expertise ist die Arbeit schneller erledigt.
Crowd-Service ist besserer Service: Verfügt man zudem über ein ausgedehntes Netzwerk an Crowd-Experten, kann immer der beste Techniker mit einer Aufgabe betraut werden. Gibt ein Techniker an, nicht über die erforderlichen Fertigkeiten zu verfügen, kann nach sorgfältiger Prüfung und Analyse ein besser geeigneter Techniker den Job übernehmen. In manchen Fällen setzen Field-Service-Provider sogar Augmented Reality ein, um die Unterstützung durch Spezialisten aus der Ferne anbieten zu können.

In einer Crowd spielt jeder seine Rolle und gewährleistet, dass Prozesse eingehalten, Aufgaben abgeschlossen und Kunden zufriedengestellt werden.

Wie bei einem eigenständigen Betrieb ist der Erfolg eines Ecosystems abhängig von seiner aktuellen Relevanz, vom innovativen Input, Geschäftssinn und dem zugrundeliegenden Konzept. Anders als in einem eigenständigen Betrieb ist nicht nur ein einzelner Stakeholder dafür verantwortlich, das Überleben zu sichern. In Ecosystemen geht es nicht nur um das Teilen von Informationen, Aufgaben und Expertise. Es geht auch um das Teilen der Verantwortung für den Erfolg. In einem Zeitalter, in dem sich Dinge so schnell verändern, ist es nicht nur nützlich, sondern entscheidend, dass so viele Player wie möglich sich darauf fokussieren, die Besten zu sein!

Weitere Informationen über das Crowd Service Konzept finden Sie im folgenden White Paper, das ein tiefergehendes Verständnis vermittelt: 

New call-to-action

Autor: Manuel Grenacher, CEO Coresystems  

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