Während Microsoft Windows 10 für das IoT aufrüstet, SAP versucht, die Entwicklung von IoT-Apps einfacher zu gestalten, Verizon den IoT-Markt für sein LTE-Netzwerk (CAT 1) in Betracht zieht und beispielsweise Manchester den festen Entschluss gefasst hat, die erste IoT-fähige Stadt in Grossbritannien zu werden, war Dubai der Gastgeber des Internet of Things World Forum, das von 6. bis 8. Dezember im World Trade Center in Dubai stattfand.

Nachdem die Initiative „Smart Dubai“ im Jahr 2014 gestartet wurde, war Dubai der perfekte Ausrichtungsort für das IoT-Forum. Dubai hat sich als Ziel gesetzt, zu einer intelligenten Stadt zu werden. Die Art und Weise, wie die Menschen in der Stadt leben, soll sich ändern, und dazu werden Strategien für intelligentes Leben, intelligenten Transport, intelligente Gesellschaft, intelligente Wirtschaft, intelligente Verwaltungen und intelligente Umwelt implementiert.

Unter den Fachrednern auf dem IoT-Forum war auch John Chambers von Cisco, der darüber sprach, wie das IoT neue Möglichkeiten schafft. Als einer der Hauptredner sprach Doug Davis von Intel über das IoT und die nächsten 50 Jahre des Moore'schen Gesetzes – Gordon Moores Hypothese, dass der integrierte Schaltkreis die Ära der modernen EDV einleiten werde. Zudem erläuterte er, wie das IoT zu Lösungen für die grössten sozialen und geschäftlichen Herausforderungen der Moderne beitragen kann. Davis präsentierte dabei reale Anwendungen des IoT durch Intel in Zusammenarbeit mit Cisco.

Aufseiten der Industrie hielt Keith Nosbusch, CEO bei Rockwell Automation, einen Vortrag über skalierbare IoT-Technologien in der Industrie, die das vernetzte Unternehmen voranbringen, und Bill Ruh, CEO bei GE Digital, sprach über das industrielle Internet und die Macht der Umstrukturierung im Service sowie darüber, wie Unternehmen Skalierungen und Kosten einsparen können, indem ihre Anlagen über Datensensoren mit dem IoT verbunden werden.

Da die IoT-Umgebung in der Industrie stetig wächst, konnten die Teilnehmer des IoTWF aus diesen Reden einige aufschlussreiche Erkenntnisse gewinnen.

  • John Chambers von Cisco ist der Überzeugung, dass 40% der Unternehmen in 10 Jahren nicht mehr in ihrer heutigen Form existieren werden.
  • Unternehmen müssen digitale Businesspläne erstellen, um das IoT konkurrenzfähig zu nutzen.
  • Datensicherheit und -optimierung sind ein Muss für das IoT.
  • Das IoT ermöglicht Unternehmen die Überwachung und Messung von betrieblichen Vorgängen, damit schnellere und fundiertere Entscheidungen auf Grundlage der erfassten Daten getroffen werden können.
  • Für intelligente Unternehmen im Gesundheitssektor stellen weniger die Kosten für neue Technologien eine Herausforderung dar, sondern die Notwendigkeit von Änderungen der Richtlinien und Verhaltensweisen.
  • Der wahre Wert des IoT liegt darin, dass die Menschen zufriedengestellt werden, da sie Erkenntnisse aus Daten und Analysen gewinnen und auf Grundlage dieser Informationen neue Geschäftsmodelle entwickeln können.  
  • Inbar Lasser-Rabb von Cisco ist der Überzeugung, dass B2B mittlerweile B2C überholt hat, wenn man die Anteile am IoT in Betracht zieht.

Neben den verschiedenen Reden erhielten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, die „Smart City“ auf Stadtrundfahrten zu erkunden, in denen die Konzepte präsentiert wurden, mit denen Dubai das IoT im alltäglichen Leben einer „Smart City“ einsetzt. Momentan wird der offene Datenaustausch sowohl auf privater als auch auf öffentlicher Ebene in den Vereinigten Arabischen Emiraten implementiert und diese Neuerung war eines der Hauptthemen auf dem IoT World Forum 2015.

Zudem gab es einen Hackathon, bei dem die Teilnehmer gemeinsam Ideen entwickeln sowie an einem Programmierwettbewerb und einer Schulung teilnehmen konnten.

Im Rahmen des „Research and Innovation Symposium“ diskutierten führende Forscher im Bereich der Technologie über die neuen Möglichkeiten, die das IoT bietet, ebenso aber auch über die Herausforderungen, wenn es darum geht, Erkenntnisse für die Geschäftswelt zu gewinnen und die Datenerfassung auf intelligente Art und Weise einsetzen zu können.

Eine Start-up-Präsentation befasste sich ausschliesslich mit aufstrebenden IoT-Start-ups wie Foghorn und Waygum und deren Innovationen, Lösungen und Services.

Das Internet of Things World Forum findet jedes Jahr in einer anderen Stadt statt und wird unter anderem von 3M und Schneider Electric unterstützt.

 

Topics: Field Service

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