Stellen Sie sich vor, Sie stehen gerade im Supermarkt. Sie würden zum Abendessen gerne Spaghetti kochen, sind sich aber nicht mehr ganz sicher, ob Sie noch Tomatensosse im Kühlschrank haben. Da niemand zu Hause ist, können Sie auch nicht anrufen und nachfragen. Hätten Sie den LG SmartThinq, einen intelligenten Kühlschrank, würde dieser automatisch eine Einkaufsliste auf Ihrem Smartphone aktualisieren und Sie benachrichtigen, wenn etwas fehlt. Er fungiert auch als eine Art Informationszentrale für Sie und Ihre Familie, da Sie Ihre Smartphones und Google Kalender verbinden und den 8-Zoll-LED-Monitor des Kühlschranks als elektronische Organisationshilfe nutzen können.

Bis 2020 werden ca. 26 Milliarden Geräte mit dem Internet of Things (IoT) verbunden sein. Mit der zunehmenden Vernetzung von Geräten und der Abhängigkeit von Connectivity, suchen Aussendienstunternehmen nach Möglichkeiten, bei Problemen Service in Echtzeit bereitzustellen. Mobile Geräte mit Field Service Software ermöglichen es Servicetechnikern, sogar dann Reparaturen vorzunehmen, wenn sie offline sind. Dank des Einsatzes von Internetfähigen Geräten können Unternehmen ihren Kunden schneller helfen als jemals zuvor, da smarte Sensoren Daten an verbundene Apps senden und so auf frühzeitig auf Probleme aufmerksam machen.

Um auszuloten, wie die verschiedenen Unternehmen das IoT in allen möglichen Bereichen von Dienstleistungen bis hin zu Smart Home nutzen, fand am 18. und 19. November die Internet of Things Conference in London statt. Bei dem jährlichen Forum fanden sich Redner von führenden Unternehmen wie Cisco, Deutsche Telekom, Orange und Google ein. Den Hauptvortrag hielt David Parker, Global VP im Bereich IoT bei SAP.

Die Teilnehmer hörten Beiträge wie „Wie das Internet der Dinge neue Geschäftsmöglichkeiten und Services entstehen lässt“, „Wie das IoT und Wearables die Gesundheitsversorgung auf die nächste Stufe bringen“ und „Wie die neue digitale Wirtschaft dank IoT einträglich wird“ an.  

Da die Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, wie sich das IoT in ihre Businesspläne integrieren lässt, standen auch Themen wie die Cloud, Analysen, Big Data und Telekommunikation im Mittelpunkt der Diskussionen. 

Als einer der Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zu globalen IoT-Trends äusserte sich Chris Newton, CMO bei RedKnee, Anbieter von Abrechnungssoftware, die das IoT zur Ertragssteigerung in Echtzeit und für das Abonnentenmanagement einsetzen, folgendermassen: „Ich denke, dass die Entwicklung von IoT-Anwendungen ganz erheblich variiert, je nachdem, ob es um die Verbraucher oder um Unternehmen geht. Unternehmen wünschen sich mehr Unterstützung bei der Zusammenstellung der Lösungen, da die Verwendung dieser Technologie in der allgemeinen Wahrnehmung mit Risiken verbunden ist. Sie bevorzugen die Zusammenarbeit mit grösseren Unternehmen, die ihr vertikales Wissen in die Zusammenstellung dieser Lösungen einbringen können.“

In derselben Podiumsdiskussion antwortete David Parker, Global Vice President bei SAP, auf die Frage nach dem Potenzial des Internets der Dinge: „Unternehmen kennen die Geräte und Sensoren, aber sie erfassen ihren Wert nicht in Gänze. Es ist ihnen auch nicht vollends klar, wie sie die Daten analysieren und zur Ertragssteigerung nutzen können, sobald die Geräte verbunden sind.“ Es geht darum, jetzt zu handeln, damit die Ertragssteigerung nächstes Jahr oder spätestens das Jahr darauf realisiert werden kann. Manche Unternehmen nutzen das IoT bereits einträglich. Phillips wartet beispielsweise mit einer vernetzten Glühlampe auf. Kunden bezahlen eine einmalige Gebühr für den Download einer App, mit der sie die Glühlampen über ihr Smartphone oder ihren Computer regeln können. Und der Automobilhersteller Audi bietet seinen Kunden Audi connect, einen Navigationsdienst mit 4G-/LTE-Hotspot im Abonnement.

Da der Gesundheitssektor sich aller Voraussicht nach zu einem grossen Markt für das IoT entwickeln wird, zeigte das Sensorikunternehmen Arm den Teilnehmern, welche Bedingungen gegeben sein müssen, um Daten von Sensoren in der Gesundheitsvorsorge zu nutzen. Diese Bedingungen umfassen Sicherheit, Datenschutz, Präzision, Integrität und Latenz.  

Nachdem der Wert für Benutzer sich von physischen Geräten auf Software und Apps verschiebt, zeigten die Redner der Konferenz, wie Unternehmen neue Geschäftsmodelle auf das IoT ausrichten.

Das IoT World Forum 2015 ist die wichtigste IoT-Konferenz weltweit, bei der Unternehmen, Anwendungen und Lösungen im Bereich IoT für alle Branchen im Fokus stehen. 

Bild: IoT World Forum – YouTube 

 

Topics: Field Service

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