Hennik Research veröffentlichte den Annual Manufacturing Report (Jahresbericht zu herstellenden Unternehmen), für den britische Hersteller zum vergangenen Jahr befragt werden. Dabei wurde festgestellt, dass die herstellende Industrie aktuell die zweitbeste Prognose seit 2008 erlebt und die meisten Unternehmen positiv in die Zukunft blicken. Ein breites Spektrum an allgemeinen Erkenntnissen führte zu diesem Schluss.

Obwohl viele der Hersteller wegen der geringen Bereitschaft junger Arbeitskräfte, in diesem Feld tätig zu werden, beunruhigt sind, haben doch viele Hersteller vor, in die Ausbildung junger Arbeitskräfte zu investieren, da es innerhalb der Branche viele Beschäftigungsmöglichkeiten gibt.

Rund die Hälfte der Unternehmen gab an, dass bei ihnen junge Mitarbeiter ihren ersten Arbeitsplatz nach dem Schulabschluss angetreten haben. Und obwohl Hersteller sich mit der Entwicklung neuer Produkte, der Aufrüstung von Systemen und der Automatisierung von Prozessen befassen, sind sie sich aktuell unsicher, wie sie mit technologischen Entwicklungen wie dem IoT umgehen sollen. 

Gleichzeitig wurde der Trend der Servitization dank Aston Centre Service Research and Practice und Hennik Research zum ersten Mal in der Umfrage beleuchtet. Die Servitization hat an Bedeutung gewonnen, also beschlossen die Organisatoren der Umfrage, dass es an der Zeit wäre, Fragen über dienstleistungsbezogene Produktionstätigkeiten zu stellen. Hier folgen die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts.

Produktbasierte gegenüber dienstleistungsbasierten Geschäftstätigkeiten

Die Antworten auf die Frage nach dem Verhältnis von Einnahmen aus Servitization/laufenden Geschäftsbeziehungen und dem blossen Verkauf von Produkten variierten erheblich. Einige Unternehmen gaben an, dass 100% ihres Umsatzes aus dem Verkauf von Produkten stammen. Auf der anderen Seite des Spektrums – obwohl dieses die Minderheit darstellt – gab ein Unternehmen an, dass 100% ihrer Geschäftstätigkeit aus Serviceleistungen bestehen. Aktuell stammt ein höherer Prozentsatz der Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten als aus der Servitization, obwohl ein Teilnehmer auch angab, dass sie ihre Preise für Service- und Produktangebote integriert hätten.

Auch wenn die Prognosen vorhersagen, dass sich dieses Gleichgewicht in Richtung der Servitization verschieben wird, wiesen 69% der Hersteller darauf hin, dass eine der grossen Herausforderungen noch immer darin besteht, dass mehr Mitarbeiter und mehr finanzielle Ressourcen benötigt werden, um mehr Services anzubieten.

Angebote der Servitization

Heutzutage können Hersteller durch die Servitization wettbewerbsfähig bleiben und einen Mehrwert schaffen. Immer mehr Unternehmen wenden sich servicebasierten Geschäftsmodellen zu. Dennoch verkauft die Mehrheit der befragten Hersteller – 82% der Teilnehmer – noch immer Produkte. Ein weiterer grosser Prozentsatz bietet weitere produktbasierte Verkaufsangebote, einschliesslich 33%, die Aussendienst anbieten, 41%, die Reparaturen anbieten, und etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53%), die Ersatzteile anbieten.

Trotz des Übergewichts von Produktverkäufen bieten 41% der Unternehmen zusätzliche Dienstleistungen an, indem sie Supportvereinbarungen mit den Kunden abschliessen. Dies ist ein signifikanter Anteil, da servicebasierte Geschäftstätigkeiten noch immer in der Unterzahl sind. Weitere Optionen, die Hersteller ihren Kunden anbieten, umfassen Verträge für eine Zahlung pro Nutzung und Verfügbarkeitsverträge. Dies bieten jeweils 12% und 17% der Unternehmen an.

Servitization verbessert Beziehungen zu Kunden

74% der befragten Unternehmen gaben an, dass sie primär Services anbieten, weil sie die Beziehung zu ihren Kunden festigen wollten. An zweiter und dritter Stelle standen finanzielle Gründe, da 46% ihre Rentabilität verbessen und 44% ihren Umsatz durch Serviceangebote steigern möchten.

Obwohl ein enger Kontakt und Kommunikation erforderlich sind, um die Beziehung zu den Kunden zu stärken, gaben 44% der herstellenden Unternehmen an, dass sie getrennt von ihren Kunden agieren, aber mit diesen im Bereich der Lieferketten über IT und EDI zusammenarbeiten würden. Ein weiterer grosser Teil der Hersteller verwendet KPIs , um die individuellen Ergebnisse für jeden Kunden zu messen. Nur 5% berichteten, dass ihre Geschäftstätigkeiten mit den Tätigkeiten ihrer Kunden integriert wären.

Obwohl die meisten Hersteller anscheinend noch versuchen, herauszufinden, wie sie Servitization in ihrem Unternehmen einsetzen können, verfolgen die wenigsten die produktbasierte Mentalität von „Verkaufen und Weitergehen“. Die Hersteller möchten heutzutage Nachfolgeaufträge und Bestandskunden. Fast 50% der Hersteller arbeiten nach eigenen Aussagen mit ihren Kunden zusammenum spezielle, massgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den Geschäftsanforderungen der Kunden entsprechen.

 

Topics: Field Service

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